TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein umfassendes Medizinsystem, das in den letzten 2‘500 Jahren in China entwickelt wurde. Es beinhaltet die Untersuchung, die Diagnose und die Behandlung. Sie wird eingesetzt bei akuten sowie auch bei chronischen Beschwerden und kann ebenfalls als vorbeugende Heilmethode betrachtet werden. Die TCM ist eine Heilkunst die uns lehrt, wie der Mensch als Körpergeistseele zu verstehen ist. 

 
Die Gesundheit hängt von einem Gleichgewicht zwischen den gegensätzlichen Kräften Yin und Yang ab. Solange Yin und Yang ausgeglichen sind, ist Körper und Geist gesund. Ist eine der Kräfte jedoch übermässig stark oder zu schwach, führt dies zu einem Ungleichgewicht und zu Krankheit.

In der östlichen Heilkunde wird zudem von der Lebenskraft „Qi“ gesprochen. Ist Qi in genügender Menge vorhanden und kann es harmonisch und ausgeglichen in unseren Leitbahnen (Meridiane) fliessen, sind wir gesund. Wird der harmonische Qi-Fluss gestört empfinden wir Schmerzen respektive Symptome, die einer Krankheit entsprechen.
 

Mit den 5 Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (Behandlungsmethoden), werden Disharmonien wieder ins Gleichgewicht gebracht.

Ergänzend zu den genannten Therapieformen werden bei Bedarf Schröpfen, Moxibustion, und Guasha in die Behandlungen integriert.

AKUPUNKTUR

Das chinesische Wort für Akupunktur (zhen jiu) besteht aus zwei Teilwörtern, welche deren Anwendung beschreiben: „zhen“ bedeutet das Einstechen einer feinen Nadel in die Akupunkturpunkte und „jiu“ bedeutet das Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.

 

In der Akupunktur arbeitet man über die Akupunkturpunkte, welche auf den Energieleitbahnen des Körpers (Meridiane) angeordnet sind. Diese verlaufen jeweils auf beiden Körperseiten und haben eine Verbindung zu den inneren Organen. Die Meridiane vernetzen den ganzen Körper und verbinden Oben und Unten, Hinten und Vorn, Links und Rechts, Innen und Aussen.

Die Akupunktur wird sehr sanft durchgeführt. Es werden sehr dünne Nadeln verwendet und der Einstich erfolgt mit einem Führungsröhrchen und ist beinahe schmerzfrei. Die Akupunktur wird oft mit verschiedenen Moxa Techniken angewendet. Zum Einsatz kommen, Kegelmoxa, Reiskorn- und Fadenmoxa, sowie Nadelmoxa.

 

Die Nadelung der Akupunkturpunkte oder auch deren Erwärmung (Moxibustion) hat eine harmonisierende und ausgleichende Wirkung zur Folge. Fülle wird reduziert, Leere wird aufgefüllt und Blockaden werden gelöst, so dass ein ungestörtes harmonisches Fliessen der Lebensenergie Qi gefördert wird.

 

Es handelt sich dabei um Heilpflanzen in Form einer Tinktur, Spagyrik oder als Teemischung, welche individuell auf den Patienten abgestimmt wird. Die Zusammenstellung dieser Mischung erfolgt nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Das was die Therapien mit Kräutern so einzigartig macht, ist das der Patient in den Behandlungsverlauf miteinbezogen wird. Dies geschieht dadurch, dass er das Kraut in der angepassten Form selber einnimmt und die Behandlung von innen her seine Wirkung entfalltet.

Natürlich sind auch Empfehlungen zur äusseren Anwendungen von Wickeln usw. sehr effektiv in ihrer Wirkung bei diversen Beschwerden.

WESTLICHE KRÄUTERTHERAPIE AUF BASIS TCM

Die Ernährungslehre ist für die Traditionelle Chinesische Medizin gleichermassen bedeutend wie die anderen Methoden.

Die Ernährungslehre ist nebst Akupunktur, Chinesische Arzneimitteltherapie, Tuina/An Mo und Qi Gong eine der 5 Säulen in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Da in der TCM die innere Mitte, sprich die Verdauung, eine der wichtigsten Fundamente legt, um den Körper im Gleichwicht und die allgemeine Gesundheit zu erhalten, ist es von ausserordentlichem Vorteil, wenn die Diätetik bei den meisten Beschwerden in die Behandlung miteinbezogen werden kann.

Die Ernährungsberatung nach den 5 Elementen und weitere Feinheiten werden individuell auf den Patienten abgestimmt. Hier werden Nahrungsmittel in die Kategorien Wirkung, Temperatur und Geschmack eingeteilt, des Weiteren werden sie einer der 5 Elementen (Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz) zugeordnet.

ERNÄHRUNGSBERATUNG NACH DEN 5 ELEMENTEN
 
SHIATSU

Shiatsu, auch die Kunst der Berührung genannt, ist eine sehr alte sowie auch eine sehr junge Kunst.

Die japanische Körperbehandlung verbindet die jahrtausendealten Techniken der Akupressur mit modernen Massagetechniken, welche den Patienten dabei unterstützt die Energien in harmonischen Fluss zu bringen.

Shiatsu heisst übersetzt Fingerdruck, ist etwa 100 jährig, entspringt der sehr alten chinesischen Massage Tuina und basiert auch auf den Grundlagen der TCM.

Diese sanfte und energetische Behandlungsmethode ist nicht nur bei der Behandlung verschiedener Beschwerden wirkungsvoll sondern kann darüberhinaus auch prophylaktisch als Gesundheitserhaltung sowie während der Schwangerschaft angewendet werden.

Shiatsu unterstützt den KlientenIn dabei Körper und Geist zu vereinen.

 
MOXA

Moxa-Kraut (getrockneter Beifuss) wird regelmässig in der Akupunktur eingesetzt. Einerseits wird sie zur Verstärkung der Nadelung genutzt, kann aber auch als Mono Disziplin für einzelne Punkte oder Bereiche eingesetzt werden.

 

Moxa hat eine Körper stärkende Wirkung und bringt gleichzeitig die Lebensenergie Qi zum Fliessen.

Moxa wird als Reiskorn-/Fadenmoxa, Moxakegel und Moxanadeln angegwendet.

 
SCHRÖPFEN

Diese uralte Methode wurde bereits rund um den Globus von den Naturvölkern praktiziert. Heute werden zum Schröpfen hauptsächlich Glas- oder Kunststoffkugeln genutzt. In Asien findet man aber auch noch Schröpfbehälter aus Bambus.

 

Ein Vakuum wird durch Erwärmung der Kugel oder mittels Pumpfunktion gebildet. Auf der Haut bewirkt dieses Vakuum ein Sog. Bei starkem Schröpfen sollen Schadstoffe über die Haut ausgeleitet werden. Gute Wirkungen werden beispielsweise bei Erkältungen, Grippe, Bronchitis oder Asthma erzielt.

 

Schröpfen wird aber auch gerne bei starken Verspannungen eingesetzt. Die Schröpfmassage ist dafür sehr gut geeignet.

 
GUA SHA

Gua Sha ist eine wirkungsvolle Massage, bei der die geölte Körperhaut unter Druck eines abgerundeten Büffelhorns, Jadeschaber oder Deckels geschabt wird. Die Behandlung ist im Normalfall schmerzfrei und wohltuend.

 

Durch die Stimulation des Schabens werden gestaute Körpersäfte wie Blut und Lymphe freigesetzt. Dadurch wird auch wieder die Körperenergie Qi ins Fliessen gebracht. Nebst dem Ziel des freien Flusses von Blut und Energie wird analog zum Schröpfen das Ausleiten von Schadstoffen über die Haut angestrebt.

 
OSTEOPATHIE

Die Behandlungen bieten eine viele in sich vereinte Konzepte. Für alle akuten und chronischen Prozesse sowie funktionellen Störungen.

 

Im Mittelpunkt steht die Gesamtheit des Menschen. Es werden Blockaden gelöst um Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Das Besondere der Osteopathie besteht darin, über die Hände mit dem Gewebe zu kommunizieren. Sie bedient sich einer Vielzahl sanfter manueller Techniken, um die selbstheilenden Kräfte wieder zu aktivieren.

 

Anwendung:

Schmerzen im Bewegungsapparat

Männer und Frauenheilkunde

Kinder und Säuglinge

Traumata und Unfälle

Stress und Verdauung

Sportler

 
DIE KLASSISCHE MASSAGE

Die Klassische Massage ist die ursprünglichste Methode aller Massagearten. Sie nimmt Einfluss auf Körper, Geist und Seele und wirkt auf den gesamten Organismus des Menschen.

Durch verschiedene Massagegriffe werden Haut, Bindegewebe, Muskulatur, Organe, Gefässe und Nerven mit einbezogen.

In der klassischen Massage wird je nach Wunsch des Kunden der ganze Körper oder auch nur Teile des Körpers behandelt.

Sie kann vielseitig angewendet werden:

  • als prophylaktische Anwendung

  • als therapeutische Massage

  • als Wellnessbehandlung

  • als Sportmassage

 

Bei einer gesunden Muskulatur gleiten verschiedene Muskelschichten ohne grossen Widerstand aneinander vorbei und machen auch keine Beschwerden.

Durch die hohe Alltagsbelastung mit wenig Ausgleich kann es zu Verklebungen der Muskulatur und Bindegewebe führen. Wirkt man nicht dagegen, merkt man, dass im Laufe der Zeit es zu Veränderungen in den Strukturen kommt, Störungen und eventuell an Bewegungseinschränkungen sind die Folge!

 

Was kann ich mit der klassischen Massage alles erreichen?

  • Eine bessere Haut- und Bindegewebsbeschaffenheit (Funktion, Elastizität, Druck- und Zugfähigkeit)

  • Veränderung einer Muskeldysbalance

  • Verbesserung der Haltung im Alltag

  • Schmerzreduktion bzw. Schmerzbekämpfung

  • Verbesserung der Beweglichkeit

  • Anregung des Stoffwechsels (arterielle Durchblutung, verbesserter venöser- und lymphatischer Rückfluss)

  • Erhöhung der Nährstoffzufuhr Leistung der Muskulatur

  • Anregung der Gelenkflüssigkeit

  • Positive Wirkung auf Organ- und Kreislaufsystem

  • Psychisches und seelisches Wohlbefinden

  • usw…

 
BINDEGEWEBSMASSAGE NACH E. DICKE (BGM) UND TEIRICH LÄUBE

Mit der Bindegewebsmassage ist es möglich, durch gezielte Reizung des Bindegewebes reflektorisch einen Spannungsausgleich über das vegetative Nervensystem herzustellen und so eine gesunde Organfunktion zu erreichen. 

Die Bindegewebsmassage ist eine reflektorische Massageanwendung. Die Hauptvertreter des vegetativen Nervensystems sind der sogenannte Sympathikus und der Parasympathikus, welche sich als Gegenspieler miteinander ergänzen und so einen Ausgleich schaffen.

Das vegetative Nervensystem steuert alle Funktionen im Körper, die nicht willkürlich beeinflusst werden können. Unser Körper besitzt ganz unterschiedliche Systeme, die auf verschiedene Bereiche wirken und den Menschen gesund erhalten. Wie das Kreislaufsystem, das vom Herzen aus gesteuert wird oder das Hormonsystem, welches von der Hypophyse und dem Hauptsteuerzentrum, den sogenannten Thalamus, gesteuert wird, das Thermoregulationssystem oder Schmerzsystem, welches unter anderem über Rezeptoren der Haut und Kapseln der Gelenke angesteuert wird.

Funktioniert eines der Systeme nicht mehr richtig, kann es zu einem Ungleichgewicht kommen und den Körper krank machen.

Das Bindegewebe verbindet Knochen, Haut, Muskulatur und Organe miteinander. Bei der Bindegewebsmassage wird vorwiegend am Rücken aber auch sonst am ganzen Körper, ausser dem Kopf gearbeitet. Hierbei werden sogenannte Organzonen, die sich auf der Rückseite des Körpers befinden, beeinflusst. Über Segmente der Wirbelsäule kann man mit schematisch angeordneter Strichführung die oben genannten Bereiche reflektorisch beeinflussen und so z.B. chronische bzw. akute Schmerzen lindern.

 
FUSSREFLEXZONENMASSAGE

Reflexzonentherapie, die von den Füssen auf den Körper übertragen wird. Die Fussreflexzonentherapie ist eine ganzheitliche Therapieform, die sowohl diagnostisch kombiniert mit anderen Therapien und auch als einzelne Behandlungsform auf körperlicher-, organischer- und psychischer Ebene seine Stärke zeigt. Hierbei werden Reflexzonen am Fuss auf den ganzen Körper übertragen.

Kennen Sie das? Nach einem langen Arbeitstag nachhause zu kommen und am liebsten nur noch die Füsse hochlegen. Da wäre es doch schön eine Fussmassage zu bekommen, oder?

Die Behandlung über die Füsse wird aber nicht nur zum Entspannen eingesetzt. Sondern auch therapeutisch. Das heisst es wird am Anfang Ihrer Behandlung eine Anamnese erstellt und dann spezifisch mit Ihnen zusammen auf sie ein zugeschnittenes Konzept entwickelt, wie sie Ihre Beschwerden am schnellsten in den Griff bekommen.

Die Fussreflexzonenmassage ist eine reflektorische Behandlung. Es werden über die Füsse empfindliche Punkte ermittelt und diese auf den Körper übertragen. An beiden Füssen gibt es sogenannte Reflexzonen, welche den ganzen Körper auf kleinsten Raum darstellen. Man muss sich das vorstellen wie eine Landkarte. Man spricht auch in der Fachsprache vom Mikrosystem, während der ganze Körper das Makrosystem darstellt. Durch eine Behandlung werden dem Körper Anreize und Impulse gegeben, um sich selbst auszurichten und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Wenn das Gleichgewicht gestört ist, fühlen Sie sich krank und geschwächt und Ihre Unzufriedenheit nimmt zu. Der Körper ist aus der Balance geraten.
Durch eine gezielte Fussreflexzonenmassage lässt sich Ihr Gleichgewicht wieder herstellen, Ihre Beschwerden werden nachlassen und Sie fühlen sich wieder zufriedener.

Auch zu diagnostischen Zwecken wird die Fussreflexzonenmassage in Kombination der Massagebehandlung am Körper eingesetzt. Quasi als Bestätigung, ob der Therapeut mit seiner Annahme richtig liegt.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Muskuläre- und skelettale Beschwerden

  • Gelenkserkrankungen

  • Wirbelsäulenbeschwerden

  • Verdauungsbeschwerden

  • Unterleibsbeschwerden der Frau

  • Kopfschmerzen und Migräne

  • Erkältungs- und chronische Atemwegserkrankungen

  • Stirn- und Nebenhölenerkrankungen

  • lymphatische Beschwerden

  • Heuschnupfen
     

Kurzer Einblick in die Geschichte der Fussreflexzonenmassage

Eine Behandlung über die Füsse kann sehr wohltuend sein. Die Ursprünge der Fussreflextherapie müssten schon ca. 4000 bis 5000 Jahre in der Entstehungsgeschichte zurückliegen. Indianerstämme kennen seit langer Zeit Heilmethoden ihre Beschwerden und Krankheiten über Füsse und Hände zu lindern. Auch in der ägyptischen Geschichte wurden Abbilder aus Gräber gefunden, wie Menschen sich an Händen und Füssen behandeln. In der asiatischen Kultur wird die Fussreflexzonenmassage schon lange praktiziert. Aber bis heute gibt es keine historischen Belege über die Anwendung der Fussreflexzonenmassage.

Im 20.Jahrhundert fand ein Hals- Nasen- Ohrenarzt Fitz Gerald heraus, wie er lokale Operationen ohne Anästhesie durchführen konnte, indem er verschiedene Druckpunkte am Fuss drückte und so die Schmerzen seiner Patienten lindern konnte. Er konnte Operationen ohne Lokalanästhetika durchführen.

In den 30ger Jahren sprach sich die Behandlungsmethode von Dr. Fitzgerald schnell herum, dass eine amerikanische Masseurin mit ihren Arbeitsgrundlagen ein eigenes Konzept entwickelte und dieses an Laien weitergab. Sie schrieb ihr erstes Buch darüber, welches sich um Reflexologie handelte.

Erst 1958 kam Frau Inge Marquart eine Krankenschwester, Masseurin und Heilpraktikerin mit dem Buch in Kontakt und studierte die Fussreflexzonen weiter. Ihre Erkenntnisse gab sie an Krankenhäuser und deren Fachpersonen weiter und verbreitete ihre Methode im therapeutisch-physikalischen Bereich. Bis heute wird die Fussreflexzonenmassage im therapeutischen Bereich mit grossem Erfolg eingesetzt.

 
LYMPHDRAINAGE

Was ist eine manuelle Lymphdrainage?

Über das Lymphgefässsystem führt der Körper Flüssigkeit, die sich zwischen den Zellen befindet, zurück in den Blutkreislauf. Ist dieser Abtransport gestört, sammelt sich die Lymphe im Gewebe an und es können Eiweiss-Ödeme entstehen. Das Ziel der manuellen Lymphdrainage ist, diese gestaute Körperflüssigkeit wieder ins Fliessen zu bringen. Die Massage ist eine Folge sanfter und rhythmischer oberflächlicher Bewegungen. Dabei wird mit unterschiedlichen Grifftechniken die gestaute Lymphflüssigkeit wieder in Fluss gebracht. Bei einer effzient angewandter Lymphdrainage wird sowohl das Abwehrsystem aktiviert als auch die Ausscheidung stimuliert. Dabei tritt eine angenehme Entspannung und Ermüdung ein. Die manuelle Lymphdrainage ist eine angenehme und sanfte Massageform, welche auch gerne zum Stressabbau verwendet wird.

 

Wann wird eine manuelle Lymphdrainage angewendet?

  • Primäre und sekundäre Lymphödeme

  • Ödeme nach Brustamputationen, Knochenbrüchen, Blutergüssen oder Operationen

  • Schwangerschaftsödeme und während der Stillzeit

  • Schleudertrauma

  • Venenerkrankungen mit Abflussstörungen

  • Sportverletzungen mit Schwellungszuständen

  • Entzündungen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich

  • Verhärtungen und Vernarbungen des Bindegewebes

  • Stressbekämpfung

 

Auf was nimmt eine manuelle Lymphdrainage auch noch Einfluss?

  • Sie nimmt Einfluss auf den Wasserhaushalt

  • Beeinflusst das Nervensystem im Sinne einer Beruhigung durch sanfte Berührung

  • Sie kann schmerzlindernd wirken

  • Entspannung der hypertonen Muskulatur

  • Unterstützt das Abwehrsystem

 
HYDROTHERAPIE

Hydrotherapie ist der Gebrauch von Wasser der zu präventiven und therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. Verschiedene Reize auf der Haut verursachen unterschiedliche Reaktionen des Körpers, welche zur Gesunderhaltung der Menschen dienen und somit auch die Selbstheilungskräfte anregen und aktivieren.

Wasser gibt es in drei unterschiedlichen Aggregatszuständen. In flüssiger Form, fest als Eis und gasförmig als Dampf.

Wasser im flüssigen Zustand: wird in der Therapie kalt oder auch warm angewendet.

Eis: wird hauptsächlich bei akuten Entzündungen eingesetzt. Sowohl in der Medizin wie auch im Sportbereich bei Verletzungen und Unfällen.

Dampf: ist ein gasförmiger Zustand des Wassers und wird bei Inhalationen zur Erweiterung der Atemwege zur Atemstimulation und Schleimlösung angewandt.

Dampfbäder, die aus dem Wellnessbereich bekannt sind, werden häufig mit verschiedenen Aromen angereichert. Angewendet werden sie meistens im Bäder- und Saunabereich. 

 

Kurzer Einblick in die Geschichte der Hydrotherapie

Schon vor 2000 Jahren haben verschiedene Naturvölker Wasser zur Reinigung und heilenden Zwecken angewendet.

Hochentwickelte Völker wie die Römer und Griechen haben Baderkultur betrieben und haben Wasseranwendungen prophylaktisch für die Gesundheit eingesetzt. Sie bauten Badeeinrichtungen zur Therapiemöglichkeiten und pflegten und betrieben die Bäderkunde. Sie fanden heraus dass verschiedene Quellen heilende Kräfte hatten.

Doch in den Städten kam es zunehmend zu unsittlichem Verhalten der Menschen und so ging die Badekultur nach und nach zu Grunde. Erst ca. 200 Jahre später um 1300 nach Chr. wurden in Europa Schwitz- und Badestuben errichtet welche der heutigen Sauna ähnlich waren. Diese Badeanstalten wurden zu Treffpunkten der Gesellschaften. Es badeten Männer und Frauen zusammen, was dann zur Zuchtlosigkeit ausartete. Durch Entstehung von verschiedenen Krankheiten wie Pest, Syphillis und Aussatz, schloss man wieder alle Badeeinrichtungen. Um 17. und 18. Jahrhundert entdeckten englische Ärzte das Wasser als Heilmittel zur Gesundheitserhaltung. In verschiedenen Ländern in Europa gewann das Wasser immer mehr an Bedeutung und man setzte es gegen fieberhafte Erkrankungen ein. Nach und nach kamen Wasserhähne in die Haushalte.

Die Wasseranwendung wurde weiter erforscht und auch in der Naturheilkunde eingesetzt. Ausschlaggebend war dann Sebastian Kneipp für die Wasseranwendung. Er erprobte an sich selbst die Wirkungen von kalten Bädern und Güssen. Da es Sebastien Kneipps grösster Wunsch war Priester zu werden kam er über Umwege dazu den Abschluss zu absolvieren. Danach wurde er bekannt bei Ärzten und Pflegenden durch seine speziellen Wasseranwendungen und arbeitete schliesslich mit Ihnen zusammen. Er ging auf Reisen und verbreitete sein Wissen in grossen Städten in Europa. Als er schlussendlich nach längerer Krankheit 1895 starb. Heutzutage wird die Hydrotherapie regelmässig mit guten Erfolgen zu Behandlungen von verschiedensten Krankheiten in Reha- und Kurzentren betrieben.

 

Die Heisse Rolle

Die heisse Rolle ist eine lokale Anwendung mit gleichzeitiger Massagewirkung, welche gerne im therapeutischen Bereich eingesetzt wird. Eine geringe Vorbereitung an Material und geringe Kosten macht sie zu einer beliebten Anwendung für zu Hause.

Welche Wirkungen können damit erzielt werden:

  • Verbesserung der Durchblutung

  • Verbesserung des Stoffaustausches in den Kapillaren

  • Verbesserung der Elastizität des Bindegewebes

  • Zur Vorbereitung einer Rückenmassage

  • Wohltuend und sehr entspannend

  • Steigerung der Sensibilität auf der Haut

  • Steigerung der Abwehrkräfte

  • Wärmezufuhr

 

Anwendung:

10 Min bis 30 Min

1 Baumwolltuch, 2-3 Frotteetücher zusammengerollt zu einem Trichter und ca. 1 Liter heisses Wasser. Wenn die Tücher gut zusammengerollt sind, läuft auch in der Regel kein Wasser heraus.

Wird auch gerne zu Hause angewendet.

Vorsicht: Verbrennungsgefahr!

 

Werden die Tücher mit der Zeit kälter, wird die Rolle auf einer Seite langsam abgerollt und auf der Gegenseite erneut eingerollt. So bleibt die Rolle lange Zeit wohlig warm.

Am Ende der Behandlung entsteht grossflächig erzielte Rötung auf der Haut.

 

Warme Packungen

Wärmepackungen werden zur klassischen Massage eingesetzt, um eine bessere Durchblutung der Haut zu erzielen. Gleichzeitig wird dabei der Muskeltonus (Spannung der Haut) herabgesetzt. Sie sind sehr wohltuend, lindern Schmerzen und dienen dem psychischen und seelischen Wohlbefinden.

 

Bestimmte Hautareale werden mit verschiedenen Gels eingerieben und anschliessend mit einer Wärmepackung für ca. 20-30 Minuten belassen, um eine thermische Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig wird die Energie im Körper verteilt bzw. an die betroffenen Hautregionen dementsprechend gelenkt.

 

Verschiedene Gel- Extrakte werden häufig verwendet:

Heublumen (bei chronischen Schmerzen)

Wallwurz (bei Beschwerden an Sehnen, Bändern und Gelenken)

Johanniskraut (bei akuten Entzündungen und zur Stimmungsaufhellung)

Rosskastanie (bei Beschwerden an den Venen)

 

Beratung für zu Hause:

  • Kalte und warme Anwendungen

  • Wickel und Packungen

  • Verschiedenste Güsse für Extremitäten und Rumpf

  • Unterschiedliche Bäderanwendungen und Waschungen

  • Trockenbürsten Massage

 

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